Badische Zeitung: Mines Album „Klebstoff“ ist der erfolgreiche Versuch, aus vielfältigem deutschem Pop und HipHop etwas Eigenes zu schaffen. Im Sommer tritt die Sängerin beim ZMF auf.

Mine steht mitten auf einem Fußgängerweg, eingehüllt in eine weiße, lange Daunenjacke. Sie hat die Arme ausgestreckt und hält in jeder Hand einen Filzstift. Vor ihr steht ein Plakat. „Ich bin nicht mein bestes Ich. Wenn du dich darin wiederfindest, schreib deinen Namen auf mich“, heißt es in der Szene aus dem Musikvideo zu „Klebstoff“, der ersten Single ihres neuen, gleichnamigen Albums. Jasmin Stocker, wie die Sängerin mit bürgerlichem Namen heißt, legt Wert auf künstlerische Aspekte. Sie spielt sprachlich mit Bildern und setzt diese auch visuell gekonnt um. Doch ein Bild scheint nicht zu passen: der Name der Platte.

Wenn man an Klebstoff denkt, spürt man schleimigen Kleister auf seiner Haut. Man möchte sich von ihm lösen, kann aber nicht. Ganz anders ist dagegen Mines neues, 35-minütiges Album. Keine schnulzigen Popmelodien, wie sie sonst hierzulande die Charts prägen. Keine kitschigen Texte von Glück und wie einfach man es doch finden kann. Die elf Songs auf der Platte sind ehrlich, kritisch und sprechen Mut zu. Wie ein gutes Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin. Mine selbst unterhält sich dabei mit ihrem „Zukunfts-Ich“, so der Name eines Tracks. Hört man ihr zu, hat man das Gefühl, frei zu sein und sich von allem lösen zu können. Genau das Gegenteil von Klebstoff.

Doch wer ist diese Mine?…

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Foto: Mine / Promo
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