Noizz.de: Wusstest Du, dass Alligatoahs Großmutter einen haarigen Sack hat? Wir auch nicht. Noizz hat sieben weitere Dinge rausgesucht, die man über Alligatoah in seinem neuen Album lernt.

Vorneweg:

Alligatoahs neues Album „Schlaftabletten, Rotwein V“ überrascht wenig. Wie bei seinen Platten davor ist alles sehr ironisch, gesellschaftskritisch, und die Melodien erinnern an seine Hits „Narben“, „Trostpreis“, oder „Willst du“.

Doch eine Sache fällt auf: Der selbsternannte rappende Märchenerzähler gibt viel von sich preis. Ob das alles so stimmt, stellen wir in Frage. Wir haben euch trotzdem 8 Dinge zusammengefasst, die wir nun über Alligatoah wissen – auch wenn wir manches gar nicht hören wollten.

1. Seine Großmutter hat einen haarigen Sack

Der 28-jährige Lukas Strobel – wie der Rapper mit richtigem Namen heißt – ist bekannt dafür, seine Texte mit jeder Menge Ironie und Sarkasmus vollzustopfen. So sagt er selbst, dass sein Album im Laden unter Scherzartikel steht. „Eigentlich geht es nur um Vögeln und Kacke – also vielleicht meine persönlichste Platte“, rappt Alligatoah. Vielleicht wird er dabei manchmal zu persönlich. „Großmutter, wieso hast du einen haarigen Sack?“, fragt er zu Beginn des ersten Tracks. Wieder ein Witz – hoffentlich.

2. Alligatoah hatte schon früh ein Alkohol-Problem

„Ja, ich habe ein Problem mit Alkohol. Mir geht es super schlecht, aber das ist mein gutes Recht“, heißt es im zweiten Song. Nun ja, überrascht sind wir nicht. Wer sein Album „Schlaftabletten, Rotwein“ nennt, wird mit Wahrscheinlichkeit auch eine Schwäche für Hochprozentiges haben. Traurig ist nur, dass seine Trinkerei schon in frühen Jahren angefangen hat: „Ich trinke viel in diesen Schattentagen, wegen der schwierigen Erfahrung der Kindheit keinen Schnaps zu haben“, so der Rapper.

3. Er hat „seinem Freund“ Potenzmittel gekauft

In „Need a Face“ thematisiert er, dass der Mensch selten sein wahres Gesicht zeigt. Alligatoah zählt auf, wie viele verschieden Gesichter er selbst hat: „Ich habe ein Gesicht für den Arbeitsplatz, eins für die Straßenschlacht, ein Gesicht für ungewollte Partnerschaft, ein Gesicht, wenn man für einen guten Freund Potenzmittel kauft, ein Gesicht für die Ostblockhure, eins für deine gut gemeinten Kochversuche, eins für „ich hab nicht gefurzt“. Oh! Wir wüssten zu gerne, wie Alligatoahs Gesicht aussieht, wenn er einem Freund die blauen, kleinen Helferlein in der Apotheke besorgt. „Für einen Freund“ – na klar.

4. Seine Kleidergröße ist XXM

Keine Meinung haben, zu nichts stehen: das ist Alligatoah. Aber Achtung, Ironie-Gefahr! Wir glauben ihm nämlich nicht, wenn er sagt „Mein Wunsch nach Frieden gilt auch für Bundesligen“. In „Meinungsfrei“ rappt er über politische Randgruppen. Er selbst sagt über sich „Ich bin so hart in der Mitte, ich trage XXM“.

5. Alligatoah hat einen Fetisch

„Ob ich jetzt eine, oder hundert bange, Liebe kennt keine Obergrenze“, das ist zumindest seine Aussage in „Freie Liebe“. Doch freie Liebe hin oder her – wir hätten auf Alligatoahs Sex-Fantasien verzichten könnten. Was er sich wünscht? „Mein Traum ist Sex mit zwei Zeuginnen Jehovas. Ich mag es, wenn es aus deinem Mund nach fremden Sperma riecht. Ich weiß, du bist glücklich, weil ich ständig Herpes krieg.“ Hauptsache, es hat sich gereimt.

Doch leider ist „Freie Liebe“ nicht der einzige Track, in dem Alligatoah verrät, auf was er heimlich steht. „Die anderen stehen auf junges Gemüse. Ich stehe auf Schrumpelfüße, die ich lüstern mit der Zunge berühre. Ich verehre jeden Leberfleck, aus dem ein alleiniges Haar von 12 Zentimetern wächst“, heißt es in „So gut wie neu“. Fest steht: Sex-texten wollen wir mit Alligatoah auf keinen Fall.

6. Er hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern

Denn der Rapper hat Angst. Terrorangst. Angst vor Monster unter dem Bett und Menschenmassen. „Mit Weißbier und overdressed, hock ich Zuhaus´ und gucke Livestream Oktoberfest. Ich hab vorm rausgehen noch zu viel Schiss, denk ich mir und esse abgelaufenen Kugelfisch“, rappt er in „Terrorangst“. Ob Weißwurst in Kombination mit Kugelfisch schmeckt bezweifeln wir. Jedenfalls wirkt es sympathisch, wenn ein Rapper seine Gefühle und Ängste offen darlegt.

7. Alligatoah verrät, wie seine „Freundin“ aussieht

Okay, als „Freundin“ hat er sie nicht bezeichnet – sondern als „Hoe“. Eigentlich hatten wir gedacht, dass Alligatoah auf Zeuginnen Jehovas steht. In „Meine Hoe“ beschreibt er, wie die in seiner Fantasie aussehen:
„Du willst wissen wie sie aussieht? Augen, Nase, Mund. Meine Hoe hat nicht nur Haare am Kopf. Meine Hoe ist schön, ohne den Gebrauch von Glitzernägeln. Mal entspricht sie der Erscheinung eines Stripper-Mädchens, mal eher der von einem Grizzlybär.“

Und über was reden er mit seiner „Hoe“? „Über Nitzsche, Dickaa!“

8. Der Rapper ernährt sich gesund

Wer hätte das gedacht! Normalerweise verbindet man Rapper aus der deutschen HipHop-Szene nicht gerade mit gesunder Ernährung – sondern viel eher mit Fastfood-Restaurants und Anabolika Doch nicht Alligatoah. „Heute esse ich nur Kühe, die Ferrari fahren“, rappt er. Zum Frühstück gibt es übrigens „Corny-Riegel und eine Schüssel Ibuprohen“. Das sagt er zumindest in „Die grüne Regenrinne I“. Na dann kann er bei seiner nächsten Konzert-Tour wieder richtig Gas geben!

Foto: Alligatoah / Facebook

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