fudder.de: Er ist in Freiburg aufgewachsen, hat mit 21 Jahren seinen Koffer gepackt und ist nach Berlin gezogen – um gleich zwei Karrieren zu starten: Ruben Jacob Fees fotografiert Supermodels und ist Teil der RTL2-Serie „Berlyn“.

Viele kennen Dich als Mitbewohner aus der RTL-2 Serie „Berlyn“ – dabei bist Du eigentlich ein sehr erfolgreicher Fotograf…

Ruben: Erfolg ist relativ. Gerade als Fotograf muss man sich immer wieder neu beweisen. Dass ich manche Dinge in meinem Leben geschafft habe, verdanke ich einer guten Mischung aus Glück, Talent und Kontakten.

Ich bin mit 21 von Freiburg nach Berlin gezogen. Ich bin auf Events gegangen, habe Leute kennengelernt und mein Portfolio verbessert. So richtig etabliert habe ich mich aber erst durch die Foto-Strecke im Interview-Magazin und durch Elite, Paris.

Wie kam es, dass Du nicht mehr hinter, sondern vor der Kamera stehst und Teil der RTL2-Sendung Berlyn geworden bist?

Meine beste Freundin, Anouschka, wurde für die Sendung angefragt. Ich habe sie als Support bei dem Meeting begleitet. Der Produzent war sehr angetan von mir. So kam direkt die Anfrage, ob ich nicht auch Lust hätte, bei Berlyn mitzuwirken. Hinzu kommt, dass ich schon immer sehr aktiv auf Snapchat und Social-Media war – und das Vloggen gewohnt bin.

Du vloggst für Berlyn, filmst Dich bei Snapchat, machst Instagram-Storys – merkst Du überhaupt noch, wenn die Kamera mal aus ist?

Ich habe eine starke Affinität zum Sprechen und Mitteilen und bin sehr offen. Für mich ist dieses Präsentsein – sich ständig zu filmen – also nichts Befremdliches: Ich bin immer ich. Ich sage meine Meinung und drücke meine Emotionen aus. Da macht es keinen Unterschied, ob die Kamera an oder aus ist. Ich musste mich aber daran gewöhnen, wirklich jeden Tag für Berlyn zu vloggen. Man will versuchen, nicht einfach nur zu filmen – sondern die Vlogs auch mit Inhalt zu füllen. Das wird mit der Zeit etwas anstrengend.

Du filmst Dich jeden Tag und kontrollierst, wie Du sprichst, was Du sagst, wie Du aussiehst. Wird man da nicht zu selbstkritisch?

Ich kenne viele „Influencer“ – und jeder von ihnen ist sehr selbstkritisch. Das finde ich ganz interessant, da man sich online immer als die perfekte Version seiner selbst darstellt. Aber eigentlich haben auch diese scheinbar „perfekten Menschen“ Probleme mit sich selbst.

Ich bin nicht bekannt dafür, perfekte Zähne oder volle, wehende Haare zu haben – sondern witzig und ehrlich zu sein.

Natürlich habe auch ich schlechte Tage und denke mir: Oh Gott, du bist seit dreieinhalb Jahren auf Diät – die aber nicht zu funktionieren scheint. Ich bin aber auch nicht bekannt dafür, perfekte Zähne oder volle, wehende Haare zu haben – sondern witzig und ehrlich zu sein. Von dem her ist es mir nicht super wichtig, wie ich bei Videos aussehe.

Ich mache mir viel mehr Gedanken darüber, was ich sage. Ob ich die Kontur meines Bartes eine Woche lang nicht mehr rasiert habe, oder nicht – das ist mir egal.

Du bist zwischenzeitlich aus der Sendung ausgestiegen – warum?

Am Anfang hieß es, ob ich bei der Sendung mitwirken möchte. Das war aber eine Testphase. Ich habe aber super schnell gemerkt, dass mir die Sendung wahnsinnig Spaß macht und mir sehr liegt. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Hauptteil der Show ausmache – aber am wenigsten Wertschätzung dafür bekomme. Nach ein paar Gesprächen hat sich das dann aber geregelt und ich habe weitergemacht.

Foto: Ruben Jacob Fees

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